Am späten Montagabend (04.03.) wurde der Großeinsatz der Polizei rund um das Luisenhospital in Aachen beendet. Spezialeinsatzkräfte konnten eine 65-jährige Frau gegen 23 Uhr überwältigen, nachdem sie sich im Krankenhaus verschanzt hatte. Die Frau war zuvor gegen 17 Uhr in das Krankenhaus gekommen und hatte Mitarbeiter einer Physiotherapiepraxis mit einer Schreckschusswaffe bedroht. Nachdem ihr die Waffe abgenommen wurde, flüchtete sie in ein Patientenzimmer und zündete Pyrotechnik.

Kurz nach 22:30 Uhr verließ sie das Zimmer, trug etwas, das wie ein Sprengstoffgürtel aussah, aber eine Attrappe war, und reagierte nicht auf Ansprache der Beamten, woraufhin diese schossen. Es waren Experten der NRW-Landespolizei im Einsatz, spezialisiert auf unkonventionelle Sprengstoffe. Die Frau handelte offenbar mit Suizidabsichten und wird verdächtigt, einen Brand in ihrer Wohnung in Eschweiler gelegt zu haben.

Es gab keine weiteren Verletzten, aber vorsorglich wurden Zimmer und Patienten des Krankenhauses in andere Einrichtungen verlegt und das Personal evakuiert. Die Straße vor dem Krankenhaus wurde abgesperrt, und ein Polizeihubschrauber kreiste um das Gebäude. Der Frau droht nun ein Strafverfahren wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Quelle: WDR