Der Marineschiffbauer TKMS soll für Kanada bis zu zwölf U-Boote bauen. Das hat der kanadische Premierminister Mark Carney mitgeteilt. Damit setzt das nordamerikanische Land auf eine Zusammenarbeit mit Deutschland.

Der Hersteller aus Kiel stach bei dem Geschäft, das Arbeitsplätze an der Ostseeküste sichert, einen Konkurrenten aus Südkorea aus. Premier Carney verkündete die Entscheidung vor seiner Abreise zum NATO-Gipfel nach Ankara in der Türkei.

Die Bundesregierung hatte sich mit Blick auf die gemeinsame Abschreckung Russlands sowie die Sicherheitslage im Atlantik und der Arktis wiederholt für das Geschäft starkgemacht. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius reiste mehrfach dafür nach Kanada, um darüber zu sprechen. Zuletzt tat er das im Mai, berichtet das ZDF. Pistorius begrüßte die Entscheidung aus Kanada nun als Meilenstein für die Stärkung der transatlantischen Sicherheit. Die künftige U-Boot-Flotte sei wesentlicher Pfeiler in der Strategie der NATO zur Sicherung des hohen Nordens und sichtbarer Beitrag zur Lastenteilung im Bündnis, so der Minister vor Beginn des NATO-Gipfels.

Für TKMS ist es der größte U-Boot-Auftrag in der Unternehmensgeschichte. Kanada bekommt von der Werft U-Boote des Typs 212CD. Dieses Modell haben Deutschland und Norwegen für die gemeinsame Nutzung entwickelt. Das „CD“ steht dabei für das gemeinsame Design („Common Design“). Diese Baugleichheit soll die Kosten verringern und eine einfache Zusammenarbeit ermöglichen, der sich nun Kanada als dritter großer Partner anschließt.

Quelle: ZDF, AFP, dpa

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Waldemar
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