US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus eigener Aussagen zufolge zum US-Territorium erklären. Bei einem Wahlkampfauftritt sagte der Rechtspopulist: „Sobald wir Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären.“ Doch genauer führte er seine Absicht nicht aus.

Der Iran wies die Idee von Trump auf die Ansprüche auf die Straße von Hormus weitgehend zurück. Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi schrieb auf der Plattform X, ehemals Twitter: „Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen.“ Man fürchte weder Drohungen noch lasse man sich von Machtdemonstrationen einschüchtern. Weiter schrieb Gharibabadi, dass die USA akzeptieren müssen, eine strategische und schwere Niederlage erlitten zu haben. „Die Straße von Hormus gehörte Iran, gehört Iran und wird Iran gehören„, schrieb er. Die Meerenge wird nur auf Befehl des Irans geschlossen und geöffnet. Solange die USA ihre Niederlage nicht akzeptieren, werde die Blockade weiterhin durchgesetzt, heißt es weiter.

Der Vorstoß des US-Präsidenten fällt in eine Zeit, in der man sich schon seit längerem müht, dass der Krieg zwischen den USA und dem Iran enden soll. Doch die Verhandlungen stocken und eine 60-tägige Waffenruhe wird bald enden. Trump erklärte zuletzt mehrfach, dass die USA die Straße von Hormus kontrollieren würden. Der Iran wiederum gibt an, dass man einen Großteil der Meerenge kontrolliere.

Bei den Verhandlungen um Frieden zwischen den USA und dem Iran sind weiterhin die Straße von Hormus, aber auch das iranische Atomprogramm ein Streitpunkt. Durch den Krieg sind die Ölpreise nach oben gegangen, was vor allem an den Tankstellen bemerkbar mache.

Quelle: ZDF, dpa, AFP

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Waldemar
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