In den russisch besetzten Teilen der Südukraine gibt es nach Angaben der aus Moskau eingesetzten Behörden keinen Strom mehr. „Alle Kreise des Gebiets Cherson sind ganz oder teilweise ohne Strom„, sagte der Chef der russischen Besatzungsverwaltung, Wladimir Saldo, auf der Plattform Telegram. Energieversorger und Einsatzkräfte arbeiten daran, dass die Stromversorgung in den Haushalten so schnell wie möglich wiederhergestellt wird.
Einen direkten Zusammenhang mit ukrainischen Angriffen hatte Saldo nicht hergestellt. Er teilte später aber mit, dass im Laufe der vergangenen Nacht 34 ukrainische Drohnen unschädlich gemacht wurden. Auch das Gebiet Saporischschja, das unter russischer Kontrolle ist, wurde angegriffen. Der dort von Moskau eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki schrieb, dass in der vergangenen Nacht das Stromnetz durch ukrainische Angriffe gestört ist.
In einem Fernsehinterview mit dem russischen Staatsfernsehen gestand Kremlmachthaber Wladimir Putin ein, dass man Probleme habe. Es sei offensichtlich, dass die Angriffe auf die kritische Infrastruktur allgemein und insbesondere auf die Energieinfrastruktur Probleme verursachen, sagte er. Man beobachte einen gewissen Mangel, aber keinen kritischen.
Die Ukraine hat ihre Angriffe in den vergangenen Monaten stark ausgeweitet und zielt vor allem auf die russische Ölindustrie. Das hat auf der im Jahr 2014 von Russland völkerrechtswidrig annektierten Insel Krim, aber auch andere Teile von Russland zu spüren bekommen.
Quelle: ntv, dpa



