Nach dem schweren Erdbeben im Westen von Kolumbien ist die Zahl der Todesopfer von mindestens 132 Menschen gestiegen. Das hat die Organisation Asocapitales, die die wichtigsten Städte des Landes vernetzt. Zudem sind mehr als 570 Menschen verletzt worden. Rettungskräfte suchen derweil weiter nach Überlebenden unter den Trümmern von eingestürzter Gebäude.
Besonders ist das bekannte Departamento Risaralda mit der Regionalhauptstadt Pereira im Westen des Landes betroffen. Das Gebiet ist vor allem für den Kaffeeanbau bekannt. Auch bei Touristen ist der Ort sehr beliebt. Behördenangaben zufolge habe es dutzende Tote gegeben. Viele Todesopfer gab es auch im Departamento Valle del Cauca mit der Regionalhauptstadt Cali, der drittgrößten Stadt des Landes. Auch aus der Kaffee-Region gelegenen Stadt Manizales wurden weitere Todesopfer gemeldet.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von zahlreichen zerstörten Häusern in Cali und Manizales. In Manizales knickte auch einer der Türmer der bekannten Kathedrale ein. Im stark betroffenen Cali im Südwesten des Landes haben Einsatzkräfte und Freiwillige gestern mit bloßen Händen die Trümmer beiseitegeräumt, um Überlebende zu finden.
Rund 100 Rettungskräfte hatte die Hauptstadt Bogotá nach Cali geschickt. Auch internationale Hilfe wird vorbereitet. Zahlreiche Staaten boten ihre Unterstützung an, unter anderem auch die USA. Auch die EU will ihre Hilfe anbieten.
Gestern Morgen (10.08.) hatte sich ein Beben der Stärke von 7,4 ereignet. Das Epizentrum lag in der Nähe der westkolumbianischen Gemeinde San José del Palmar im Departamento Chocó. Auch nahegelegene Städte im Westen von Kolumbien wurden erschüttert, wo es auch teilweise Panik gab.
Quelle: ZDF, dpa, AP, AFP, kna



