Einer Umfrage zufolge sinkt international die gesellschaftliche Zustimmung für queere Menschen. Einer Studie von Ipsos zufolge sagen nur noch 49 Prozent, queere Menschen sollten offen mit ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität umgehen. Das ist im Vergleich zum Jahr 2021 ein Rückgang um sechs Prozent. Nur 66 Prozent befürworten weltweit die Ehe oder rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Das waren acht Prozent mehr als vor fünf Jahren.

Das Meinungsforschungsunternehmen Ipsos hatte die Studie „Ipsos LGBT+ Pride Report 2026“ in 26 Ländern anlässlich des Pride Month erhoben. Im Juni wird der Pride Month zelebriert, in dem man ein Zeichen der Rechte lesbischer, schwuler, bisexueller, Trans- und queerer Menschen zeige. Befragt wurden bei dieser Studie rund 19.019 Personen zwischen dem 24. April und dem 8. Mai. In Deutschland waren es 1.000 Menschen, die im Alter von 16 bis 74 Jahren befragt wurden.

In 16 der 26 befragten Länder ist laut Ipsos die Internetdurchdringung so hoch, dass die Stichproben als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung in den untersuchten Altersgruppen angesehen werden können. Die höchsten Zustimmungswerte misst Ipsos in Spanien und in Thailand. 

Deutschland zeigt in dieser Studie auch nachlassende Zustimmungswerte. 74 Prozent der Deutschen befürworten den Schutz von Lesben, Schwulen und Bisexuellen vor Benachteiligungen am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche und beim Zugang zu Dienstleistungen. Aber nur 45 Prozent unterstützen nur entsprechende Gesetze zum Verbot von Diskriminierung. Beide Werte lagen im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent niedriger. Die Zustimmung für die Ehe für alle in Deutschland ist um einen Punkt auf 70 Prozent gesunken. 44 Prozent und damit weniger als die Hälfte der Deutschen halten es laut Studie für richtig, dass queere Personen hinsichtlich sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität offen leben. Das ist ein Minus von zwei Prozent gegenüber dem letzten Jahr.

Die Bundesrepublik liegt Ipsos zufolge im internationalen Vergleich im hinteren Drittel, noch hinter Ländern wie Irland (59 %), den USA (49 %) oder Polen (45 %) sowie dem internationalen Durchschnitt (49 %).

Quelle: Tagesspiegel, dpa

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Waldemar
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