Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist 2025 wieder gestiegen. Die Polizeibehörden von Bund und Ländern haben für das vergangene Jahr insgesamt 85.837 Taten verzeichnet. Das sind rund zwei Prozent mehr als 2024 und auch ein neuer Höchstwert. Das Bundeskriminalamt (BKA), das die Zahlen heute (09.06.) mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) veröffentlicht hat, sieht vor allem die Wahlen im vergangenen Jahr als einen Grund für den Anstieg.

Wie in den Vorjahren machten Taten von rechts den größten Teil aus. Hier verzeichnete man 42.544 Fälle. Die meisten Fälle gehen auf sogenannte Propagandadelikte zurück, wie zum Beispiel das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. An von rechts motivierten Gewalttaten, wie Körperverletzungen, führt die Statistik 1.598 Fälle auf. Das sind sieben Prozent mehr als im Jahr 2024.

Auch bei den links motivierten Taten hat es einen Anstieg gegeben. Insgesamt haben die sie 13.490 Fälle gezählt. Das sind 35,29 Prozent mehr als 2024. Von links motivierte Gewalttaten sind sogar um 42,6 Prozent gestiegen. Von 762 auf 1.087 Fälle. Innenminister Dobrindt sieht hier den Anstieg vor allem im Zusammenhang mit Demonstrationen und Gewalt gegen Polizisten.

Die Zahl der Fälle, die „ausländischer Ideologie“ zugeordnet werden, ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Die Zahl der Delikte im Bereich „religiöse Ideologie“ ist leicht angestiegen, auf 1.983 erfasste Taten. Das BKA warnt zudem, dass in diesem Einfluss der sogenannte Islamische Staat (IS) weiterhin ein relevanter Einflussfaktor sei. Dessen intensive Propagandabemühungen würden sich auch maßgeblich auf die Sicherheitslage in Deutschland auswirken.

Auch die Hasskriminalität hatte einen leichten Anstieg. Also Straftaten, die von gruppenbezogenen Vorurteilen motiviert sind, verzeichnete das BKA einen leichten Anstieg. Insbesondere die Zahl der frauenfeindlichen Taten hat nach Angaben der Statistik letztes Jahr zugenommen.

BKA-Präsident Holger Münch sagte, dass man eine weitere Polarisierung der Gesellschaft insgesamt sehe. Soziale Medien seien dabei ein wesentlicher Teil für Radikalisierungsprozesse.

Quelle: ZDF

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Waldemar
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