Die ehemalige Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat ihren Doktortitel wegen Plagiaten in ihrer Doktorarbeit verloren. Wie die Freie Universität Berlin mitteilte, fasste das Hochschulpräsidium „nach umfassender Beratung einstimmig“ den Beschluss, der Politikerin den Doktorgrad zu entziehen.

Zur Begründung heiß es, der Titel sei durch „Täuschung über die Eigenständigkeit ihrer wissenschaftlichen Leistung“ erworben worden. Es wurden Texte und Literaturnachweise anderer Autoren übernommen wurde, ohne dass dies hinreichend gekennzeichnet worden sei, so die Hochschule.

Die SPD-Politikerin erklärte, dass sie die Entscheidung akzeptiere. Nach wie vor stehe sie zu ihrer Aussage, „dass ich die im Jahr 2009 eingereichte Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen verfasst habe“, teilte Giffey mit. Sie bedauere die „Fehler, die mir bei der Anfertigung der Arbeit unterlaufen sind“. Diese seien weder beabsichtigt noch geplant gewesen.

Nach der Diskussion über ihre Doktorarbeit, die im November 2020 überprüft wurde, trat Giffey im Mai 2021 als Bundesfamilienministerin zurück. Sie bleibt aber weiterhin Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin.

Quelle: zdf.de

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