Wegen der schwierigen Lage im Nahen Osten und der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran wird nun der Esports-Nations-Cup in Saudi-Arabien erst im November 2027 stattfinden. Geplant war, dass das Event in diesem Jahr in Riad stattfinden soll. Schon der Esports World Cup 2026 wurde von Riad nach Paris verlegt, wegen der Situation im Nahen Osten.
Die offizielle Pressemitteilung vermeidet genaue Hinweise auf die Sicherheitslage und spricht nur von einer „regionalen Situation“ und der Verantwortung für die Gäste. So heißt es: „Saudi-Arabien ist weiterhin in der Lage, Veranstaltungen auszurichten.“ Andere große Sport- und Entertainment-Events würden weiter wie geplant stattfinden.
Ralf Reichert, dem CEO der Esports-Foundation, räumt ein, dass die Entscheidung zur Verschiebung nicht leicht gefallen sei. Man schulde den Teilnehmern ein Format unter den richtigen Bedingungen auf dem angestrebten Niveau. „Die Arbeit geht weiter – und unsere Ambitionen für den ENC sind unverändert.“ Der neue Termin wirbelt auch die Planungen der teilnehmenden Länder durcheinander. Die Vorbereitungen darauf laufen schon seit Monaten, inklusive der Berufung von Trainerstäben und Kader. Ausrüster haben schon maßgeschneiderte Kollektionen angekündigt.
In Deutschland liegt die Verantwortung für den Aufbau von „Team Germany E-Sport“ bei der Esports Player Foundation, die vom Branchenverband Game betrieben wird. Am Projekt sind auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der E-Sport-Bund Deutschland (ESBD) beteiligt.
Quelle: Gameswirtschaft



