Das Bundesgesundheitsministerium bleibt bei ihrer Einschätzung, dass erste Impfungen gegen das Coronavirus voraussichtlich in den ersten Monaten 2021 möglich sein werden. Man gehe weiterhin davon aus, dass Anfang des Jahres ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, sagte ein Sprecher auf Anfrage des ZDF am Freitag (23.10).

Das Nachrichtenmagazin „SPIEGEL“ zitiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in seiner neuesten Ausgabe mit den Worten, dass es im Januar sein kann, aber auch erst im Februar oder März, oder sogar später. In einem Bericht der „BILD“ die sich auf Teilnehmer einer Videoschaltkonferenz berufen, hatten Spahn und die Gesundheitsminister der Länder berichtet, dass Impfungen schon früher möglich sein könnten. Spahn habe dort erklärt, dass die Firma Biontech stehe kurz vor der Zulassung eines Impfstoffs. Auf Nachfragen, wann er mit ersten Impfungen rechne, sagte er, dass es noch vor Jahresende passieren könnte.

Die Landesregierungen wurden vom Bundesgesundheitsministerium zudem aufgefordert, bis zum 10. November Lieferadressen für den Impfstoff zu nennen. Insgesamt sollen demnach 60 Impfzentren zur Verfügung stehen. Spahn hatte mehrfach von der Einrichtung solcher Impfzentren gesprochen, wie zum Beispiel Messehallen.

Hintergrund des Ganzen ist unter anderem das Beschaffen der erwarteten Impfstoffe. Diese würden wahrscheinlich bei minus 20 bis minus 70 Grad transportiert und gelagert werden müssen, so der Minister Anfang Oktober.

Ein Sprecher des Ministeriums wollte den Bericht der „BILD“ nicht kommentieren, da es sich interne Gespräche handele. Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatten zuletzt von ersten möglichen Impfungen im ersten Quartal 2021 gesprochen und für die breite Masse der Bevölkerung ab Mitte kommenden Jahres. Spahn sprach sich aus, dass besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden sollen. Er betonte auch, dass es keine Impfpflicht geben wird.

Quelle: zdf.de

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