Das Bundesverteidigungsministerium will das neue Sturmgewehr der Bundeswehr von dem Thüringer Hersteller C.G. Haenel aus Suhl beziehen. Über das Ergebnis des Auswahlverfahrens informierte das Verteidigungsministerium Fachpolitiker im Bundestag. Der bisherige Lieferant Heckler & Koch kam nicht zum Zuge.

Haenel liefert der Bundeswehr bereits ein Scharfschützengewehr. Das Unternehmen gehört zur Merkel Gruppe, die Teil der Tawazum Holding aus den Vereinigten Arabischen Emirate ist. Im Jahr 2008 hatte C.G. Haenel den Betrieb als Neugründung wieder aufgenommen. Der einstige Gründer und Namensgeber Carl Gottlieb Haenel hatte von 1840 an die industrielle Waffenfertigung in Suhl etabliert.

Das Unternehmen aus Thüringen habe in dem 2017 eingeleiteten Bieterverfahren eine Waffe vorgelegt, die sich in umfangreichen Tests als etwas besser auf die Anforderung des Militärs zugeschnitten und auch als wirtschaftlich vorteilhaft erwiesen hat, heißt es aus Militärkreisen.

Das bisherige Gewehr der Bundeswehr G36 von Heckler & Koch hatte 2012 für einen Skandal gesorgt. Sie hatte Probleme mit der Treffgenauigkeit und wurde nach langen Schussfolgen auch schnell heiß. Von den Soldaten wird die Waffe bis heute geschätzt. Für das Unternehmen aus Oberndorf am Neckar ist diese Entscheidung ein Rückschlag.

Quelle: n-tv.de

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