Der Waldbrand im Osten von Belgien nahe der Grenze zu Deutschland ist nach Angaben der Behörden „eingekreist“ worden. Die Flammen breiteten sich nicht weiter in Richtung Deutschland aus, sagte Tony Hosmans, der Leiter der Krisenkommunikation der Provinz Lüttich. Die Lage im Naturschutzgebiet Hohes Venn bleibt aber „kompliziert„, sagte Hosmans. Der Brand sei an mehreren Stellen wieder aufgeflammt.
Im weiteren Verlauf des Tages solle das Feuer unter Kontrolle gebracht werden, sagte Hosmans weiter. „Wenn möglich“ solle dies mit Unterstützung aus der Luft geschehen. Unter anderem hat die Bundeswehr Anfang dieser Woche zwei Hubschrauber mit Löschwasserbehältern in das Gebiet geschickt.
Der Sprecher der Feuerwehr Monschau, Tobias Schell, erklärte, ein Lichtblick sei der Regen, der auch für heute, am Mittwoch (19.08.), angesagt sei. „Das spielt uns auf jeden Fall in die Karten.“ Gestern (18.09.) war die Brandbekämpfung durch Rauchentwicklung behindert worden. Deswegen konnten die Löschhubschrauber nicht aufsteigen und beim Löschen helfen. „Es gab einen Erkundungsflug, der ist aber ziemlich zeitnah abgebrochen worden, weil es einfach keinen Sinn machte„, sagte Schell. Der Brandgeruch war noch in mehr als 100 Kilometern Entfernung in NRW wahrnehmbar gewesen. Am Abend meldete die Feuerwehr Köln allerdings, dass keine „Geruchslage“ mehr bestehe.
Auch die Stadt Aachen hat Entwarnung gegeben. Die gemessenen Schadstoffkonzentrationen in der Luft liegen alle unterhalb der Orientierungs- und Grenzwerte für schwere gesundheitliche Auswirkungen, wie die Städteregion mitteilte. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) Nordrhein-Westfalen habe an zahlreichen Orten mit zwei Messfahrzeugen die Werte kontrolliert, etwa im Bereich von Kitas, Altenheimen, Arztpraxen und Krankenhäusern.
Das Feuer ist der größte Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911. Im Eifelort Monschau in NRW mussten wegen des Brandes zeitweise zwei Straßenzüge mit etwa 30 Bewohnern evakuiert werden.
Quelle: ZDF, AFP, dpa



