Die Strompreise in Deutschland steigen weiter. Nachdem Anfang des Jahres einige Anbieter ihre Preise erhöht haben, werden nach Angaben des Vergleichsportals Verivox 86 Versorger zwischen Februar und April auch ihre Preise erhöhen.

Der Energieexperte von Verivox, Valerian Vogel, sagte dem ZDF: „Vor allem kundenstarke Anbieter verschieben ihre Preiserhöhungen ins Frühjahr. Zusammen mit der Preiswelle zum Jahresbeginn haben 2020 nur ein Drittel aller Grundversorger ihre Strompreise erhöht.“ Mit durchschnittlich 8,1 Prozent fielen die neue Erhöhungen kräftiger aus, als die zum Jahresbeginn. Die Erhöhung habe dort im Schnitt 5,4 Prozent betragen.

Die Verbraucherzentrale NRW hat beobachtet, dass einige Versorger, wie Innogy und Eon ihre Preise nicht zum Jahresbeginn erhöht haben. Besonders ärgerlich sei, dass viele Energieversorger die Preise stärker erhöhen, als eine 1:1-Erhöhung von EEG-Umlagen für die Ökostromförderung oder Netzentgelten zulassen würde. Betroffene Kunden sollen über einen Anbieter- oder Tarifwechsel nachdenken. Die Umlagen waren um etwa fünf Prozent gestiegen, die Netzentgelte um etwa vier Prozent. Zusammen machen sie rund 45 Prozent des Strompreises aus.

Innogy verweist darauf, dass seine Preise in der Grundversorgung sieben Jahre lang stabil geblieben sind. Ein Sprecher des Konzernes sagte: „Die letzte Erhöhung hat es im März 2013 gegeben.Eon erhöht sogar bis zu 12 Prozent. Die Angaben zu den Preiserhöhungen betreffen Haushalte, die Strom in einem Grundversorgungstarif beziehen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind das etwa 27 Prozent aller Privathaushalte in Deutschland. Strom in der Grundversorgung ist in der Regel der teuerste Tarif. Die Stromkonzerne sind verpflichtet, Preiserhöhungen zu veröffentlichen.

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