In Griechenland hat am Sonntagmorgen die Parlamentswahl begonnen. Bei den Wahlen könnte es nach vier Jahren wieder zu einem Regierungswechsel kommen. Denn in Umfragen liegt die linke Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras mit rund zehn Prozentpunkten deutlich hinter den Konservativen von Kyrirakos Mitsotakis.

„Niemand darf den Urnen fernbleiben, niemand darf diesem Kampf ausweichen“, sagte Tsipras vor seinen Anhängern in Athen. Er warnte auch vor einem Sieg der Konservativen, bewusst mit dem mahnenden Blick auf die schwierige Zeit für Griechenland in den letzten Jahren. „Jeder muss sich bewusst machen, wo Griechenland im Jahr 2014 stand, und wo es heute steht.“

Seine Syriza-Partei wurde bei der Europawahl schon abgestraft. Als Konsequenz kündigte Tsipras vorgezogene Wahlen an. Ursprünglich sollten die Wahlen im Herbst stattfinden. Sollte es dazu kommen, dass die Nea Dimokratia die Wahl gewinnen sollte, könnte sie sogar die alleinige Regierungsmehrheit bekommen. Denn nach griechischen Wahlgesetz bekommt die Partei, die die stärkste Kraft wird, noch weitere 50 Sitze dazu.

Nicht nur Tsipras droht eine Niederlage. Auch der rechtsextremen Goldenen Morgenröte könnten Verluste drohen. Viele Stimmen verlor sie an die neue Partei Griechische Lösung.

Für die Griechen ist es nach der Europawahl und der Kommunalwahl der dritte Gang zu Wahlurne. Es wird mit einer niedrigen Wahlbeteiligung gerechnet.

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