Hannover 96-Präsident Martin Kind musste bei der Aufsichtsratswahl eine herbe Schlappe hinnehmen. Der 74-jährige Unternehmer hat bei der emotional geführten Mitgliederversammlung des abstiegsbedrohten Bundesligisten eine deutliche Niederlage erlitten.

Alle fünf Kandidaten der vereinsinternen Opposition setzten sich bei der Wahl durch. Damit sind die Pläne von Kind, den Verein komplett zu übernehmen, in weite Ferne gerückt. „Es ist ein eindeutiges Ergebnis, es war immer klar, dass die Szene gut organisiert ist“, sagte er. „Das ist ein demokratischer Wahlvorgang.“

Bei der Wahl setzten sich Carsten Linke, Nathalie Wartmann, Jens Boldt, Lasse Gutsch und Ralf Netsler durch. Designierter neuer Klub-Präsident ist Sebastian Kramer. Linke sagte: „Der Unmut ist über die letzten Jahre gewachsen. Wir wollen Transparenz in den Entscheidungen und dass die Mitglieder bestimmen können. Wenn die Mitglieder entscheiden, dass der Verein an Martin Kind übergehen kann, werden wir das auch demokratisch akzeptieren und leben.“

In seiner Abschiedsrede hatte sich Kind kämpferisch gegeben. Er betonte die Erfolge unter seiner Führung und betonte, dass der Verein aus Profi-  und Breitensport sei ein „Erfolgsmodell“ für den Verein. Geschäftsführer und Hauptinvestor wird er bleiben.

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