Der Handelskrieg mit den USA könnte eskalieren. Denn US-Präsident Donald Trump lässt derzeit überprüfen, ob man auf Import-Autos Strafzölle legen kann. Diese sollen laut Medienberichte bei bis zu 25 Prozent liegen. US-Handelsminister Wilbur Ross sagte, es gebe Anzeichen dafür, dass die Einfuhren die heimische Autoindustrie jahrzehntelang ausgehöhlt hätten. Auf deutsche Hersteller könnte damit ein erheblicher Kostendruck zukommen.

Trump schrieb auf Twitter, dass die amerikanischen Automobilarbeiter bald gute Nachrichten bekommen werden. Weiter schrieb er im Kurzmittelungsdienst: „Nachdem eure Jobs jahrzehntelang ins Ausland verloren gingen, habt ihr lange genug gewartet!“ Genau heißt das, dass Ross nun einer Prüfung nachgeht, ob die Autoimporte die nationale Sicherheit der USA gefährden. Mit der gleichen Begründung hatte Trump auch die Importzölle auf Stahl und Aluminium von 25 Prozent und zehn Prozent begründet, von der die Europäische Union noch bis zum 1. Juni ausgenommen ist.

Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, sind diese Pläne noch in einem frühen Stadium. Für die deutschen und europäischen Autohersteller ist der Export in die USA von großer Bedeutung. Nach Angaben des Marktforschers Autodata fertigen europäische Hersteller rund 30 Prozent ihrer 2017 in den USA verkauften Fahrzeuge in Nordamerika. Dagegen produzieren die asiatischen Hersteller, vorwiegend Südkorea und Japan, rund 70 Prozent ihrer Autos dort.

Quelle: n-tv.de

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