Der Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) wird im nächsten Jahr voraussichtlich stabil bleiben. Das hat Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) auf Grundlage der Finanzprognose des GKV-Schätzerkreises mitgeteilt. Der Minister bezeichnete die Entwicklung als ein „gutes Zeichen“ nach wiederholten Beitragserhöhungen.

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen werden im nächsten Jahr wesentlich geringer ansteigen als noch in diesem Jahr. Minister Linnemann führt das vor allem auf das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zurück. Dies entlastet die Krankenkassen im nächsten Jahr um bis zu 15 Milliarden Euro auf der Ausgabenseite. Zugleich betonte Linnemann, dass die Finanzlage der Krankenkassen weiterhin angespannt bleibe, trotz der Reform. „Wir müssen die strukturellen Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung lösen und ihre Finanzierung dauerhaft auf eine solide Grundlage stellen„, sagte der Gesundheitsminister.

Der Vizechef des AOK-Bundesverbands, Jens Martin Hoyer, sprach auch von einer „guten Nachricht„. Doch die Beitragsstabilisierung ist nicht mehr mit einem Gesetz getan, sie bleibe eine „Daueraufgabe„.

Der Schätzerkreis der GKV hatte in den vergangenen zwei Tagen beraten. Ihm gehören Fachleute des Gesundheitsministeriums, des Bundesamts für Soziale Sicherung und des GKV-Spitzenverbandes an. Der genaue erhobene Zusatzbeitragssatz obliegt aber der jeweiligen Krankenkasse.

Quelle: ARD

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Waldemar
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