Die ukrainische Hauptstadt Kyjiw ist wieder von russischen Raketen getroffen worden. Diesmal hatte es aber keine vorherigen Warnungen der Verbündeten gegeben, beklagte die Regierung. Kurz nach Auslösung des Luftalarms waren schon die ersten Explosionen zu hören, berichtete „Kyiv Independent“. Es wurde ein neunstöckiges Wohngebäude getroffen, das danach in Flammen aufging, teilte der Bürgermeister von Kyjiw, Vitali Klitschko, mit. Es habe mindestens zwei Tote und mehr als 20 Verletzte gegeben.

Die internationalen Partner der Ukraine hatten wie schon am Vortag keine Warnhinweise auf einfliegende Raketen gegeben, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gestern Abend (13.10.). Die Geschosse seien erst im Anflug auf die Hauptstadt der Ukraine entdeckt worden. Außer dem Wohnhaus wurde auch ein Heizkraftwerk getroffen. Selenskyj sagte, dass man es den russischen Angreifern einfach mache. Am Morgen wurde dann eine weitere Angriffswelle gemeldet, deren Folgen bisher unklar war.

Die Ukraine verließ sich in ihrem Abwehrkampf gegen Russland bislang auf Aufklärungsdaten des US-Militärs, aber auch auf andere Staaten der NATO. Es gab aber in letzter Zeit Spannungen zwischen der Ukraine und den USA. Washington bestritt die Vorwürfe aus der Ukraine, wonach die militärischen Informationen nicht mehr mit den Ukrainern geteilt würden.

Über seinen Unmut macht Selenskyj keinen Hehl daraus. „Das ist überhaupt nicht gerecht, wenn sie (die Russen) Energieanlagen zerstören und die Ukraine nicht einmal Warnungen vor dem Start von ballistischen Raketen erhält„, schrieb der ukrainische Präsident auf Telegram. Wichtig sei es, dass die Amerikaner wirklich sehen würden, was vor sich gehe und wer Schuld daran habe, dass der Krieg weitergehe.

Quelle: ZDF, dpa, AFP

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Waldemar
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