Nach Informationen des US-Branchendienstes „Game File“ plant Ubisoft einen Stellenabbau in Deutschland. So sollen rund 100 der zuletzt 580 Stellen entfallen. Ein Schwerpunkt liegt beim größten Standort Düsseldorf, wo über 300 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die dortigen Teams sind Teil des internationalen Studio-Netzwerks, das „Rainbow Six Siege“ und „Rayman Legends Retold“ entwickelt.
Bei Ubisoft Mainz arbeiten 165 Angestellte an „Anno 117: Pax Romana“, was der Bund mit der Spieleförderung mit mehr als sechs Millionen Euro gefördert habe. Ubisoft Berlin kommt auf etwa 100 Personen und gehört zu den Mietern des House of Games Berlin. Schon Anfang 2025 wurden in beiden deutschen Studios 65 Stellen gestrichen.
Gegenüber „Game File“ hat Ubisoft bestätigt, dass es Gespräche mit dem Betriebsrat über freiwillige Abfindungsprogramme laufen. Der Deal sieht dem Vernehmen nach vor, dass für jedes Jahr der Beschäftigungsdauer eine Abfindung in Höhe von 1,5 Monatsgehältern gezahlt wird. Die genauen Konditionen sind allerdings noch in Verhandlung. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Die Betriebsräte an den deutschen Standorten sind erst im vergangenen Jahr installiert worden. Es dürfte vor allem für die Arbeitnehmer-Seite bei den Verhandlungen spürbar verbessern.
Die geplanten Einsparungen an den deutschen Standorten von Ubisoft sind offenkundig ein Teil des globalen Stellenabbaus innerhalb des Konzerns.
So soll das finnische „Trials“-Studio RedLynx aufgelöst werden, bei Ubisoft Singapur stehen 70 Arbeitsplätze zur Disposition. Die Niederlassung dort war zuletzt federführend für das kommerziell enorm erfolgreiche Remake „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ verantwortlich und leitete außerdem das Studio-Konsortium für das Online-Piratenspiel „Skull and Bones“ an, an dem auch die hiesigen Teams von Ubisoft Blue Byte mitwirkten.
Quelle: Gameswirtschaft



