Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni leicht um 15.000 auf 2,936 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozent auf 6,2 Prozent. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute (30.06.) mit. Im Vergleich zum Juni 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 22.000. Die Unterbeschäftigung, die auch Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erfasst, lag mit 3,6 Millionen Menschen um 19.000 höher als vor einem Jahr.
„Am Arbeitsmarkt ist kaum Veränderung zu sehen. Die Arbeitslosigkeit sinkt nur wenig und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihre leichte Abwärtstendenz fort„, sagte Andrea Nahles, die Chefin der Bundesagentur für Arbeit.
Im Juni bekamen nach Angaben der BA 1,052 Millionen Menschen Arbeitslosengeld, was 90.000 mehr sind als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldempfänger belief sich demnach im Juni auf 3,804 Millionen. Das sind 104.000 weniger als vor einem Jahr. Auch Beschäftigte können Bürgergeld bekommen, wenn sie einen geringen Arbeitslohn bekommen und aufstocken müssen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Insgesamt waren 7 Prozent der in Deutschland lebenden Deutschen im erwerbsfähigen Alter auf Hilfeleistungen angewiesen.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich nach BA-Angaben auf niedrigem Niveau weiter stabilisiert. Im Juni waren 648.000 offene Stellen gemeldet worden. Das sind 16.000 mehr als vor einem Jahr. Nach Angaben von Arbeitsmarktforschern schlägt die Demografie inzwischen auf den regionalen Arbeitsmärkten voll durch. Viele Beschäftigte der sogenannten Boomer-Jahrgänge gehen jetzt in Rente und es gibt zu wenig Nachwuchs. Auch bei der Berufsausbildung klaffen weiterhin Lücken. Seit Oktober 2025 hätten sich bei den Arbeitsagenturen 400.000 junge Leute gemeldet, ein Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Es wurden zudem auch 409.000 Lehrstellen gemeldet. Bis Juni hatten 181.000 noch keine Stelle oder eine Alternative zu einem Ausbildungsplatz gemeldet.
Quelle: ARD



