Die USA haben angekündigt, dass man rund 5.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen wird. Das hat ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums angekündigt. Man geht davon aus, dass der Abzug innerhalb der nächsten 6 bis 12 Monate abgeschlossen sein sollte. Diese Entscheidung folge einer gründlichen Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa, sagte der Sprecher. Sie trage der Anforderung der Einsatzgebiete sowie den Bedingungen vor Ort Rechnung.
Jüngst hatte US-Präsident Donald Trump schon angekündigt, dass man solche Schritte prüfen wolle. Vorher hatte der Rechtspopulist Kritik an dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz geübt, weil er sich kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte.
In Europa gibt es seit vielen Jahren Dutzende große US-Militärstützpunkte. Bei den weltumspannenden Einsätzen der Amerikaner, etwa im Nahen Osten, sind sie von enormer Bedeutung. Dort sind Truppen, Waffen, Schiffe und Flugzeuge stationiert, es werden dort auch Drohnen gesteuert oder auch Verletzte versorgt. In Deutschland gehören das US-Oberkommando für Europa (EUCOM) in Stuttgart und als Drehkreuz der US-Luftwaffe der Flugplatz Ramstein in Rheinland-Pfalz.
Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April rund 86.000 Soldaten in Europa stationiert, davon sind rund 39.000 in Deutschland.
Quelle: ARD



