Die „Washington Post“ berichtet, dass Ungarns Ministerpräsident seit Jahren sensible Informationen über die Europäische Union mit Russland teile. Das berichtet die US-Zeitung unter Berufung auf aktuelle und ehemalige europäische Sicherheitsbeamte. Dies geschehe durch diplomatischen Austausch zwischen Budapest und Moskau, heißt es weiter. Daneben haben russische Hacker die Computernetzwerke der rechtsnationalen Regierung in Ungarn gehackt.
Nach Angaben der Zeitung rief Ungarns Außenminister Peter Szijjarto in den Pausen der EU-Sitzungen regelmäßig seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow an und informierte über die Themen, die besprochen wurden. Danach würden die beiden darüber beraten, wie Russland die Probleme infolge der EU-Beschlüsse lösen könne.
Gegenüber der Zeitung sagte ein Sicherheitsbeamter, dass der Kreml „praktisch seit Jahren bei jedem einzelnen Treffen mit am Tisch gesessen hat„. Szijarto reiste seit dem russischen Angriff auf die Ukraine immer wieder nach Russland. Der rechtsnationale Regierungschef Ungarns, Viktor Orban, traf Russlands Machthaber Wladimir Putin im November 2025.
Ungarn und die Slowakei sind die einzigen EU-Staaten, die seit dem Ukrainekrieg noch gute Beziehungen zu Russland haben. Orban gerät deswegen mit der ukrainischen Regierung und besonders mit dem Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, in Konflikt.
Quelle: ntv



