Mehrere Personen aus der US-amerikanischen Filmbranche, darunter bekannte Schauspieler aus Hollywood, Drehbuchautoren und Regisseure, haben sich in einem offenen Brief gegen die geplante Fusion der Medienkonzerne Warner Bros. Discovery und Paramount-Skydance ausgesprochen.
„Zunehmend bestimmt eine kleine Zahl mächtiger Akteure, was produziert wird – und zu welchen Bedingungen„, heißt es in diesem offenen Brief, der unter anderem von den Schauspielern Jane Fonda und Ben Affleck sowie dem Regisseur J. J. Abrams unterzeichnet wurde. Weiter heißt es: „Besorgniserregenderweise würde diese Fusion die Zahl der großen US-Filmstudios auf nur noch vier reduzieren.„
Die Unterzeichner warnen davor, dass die geplante 110-Milliarden-Dollar-Fusion den Wettbewerb einschränken und die Konzentration im US-Mediensektor vertiefen würde. Das würde die Möglichkeiten für Filmschaffende beschneiden, den Arbeitsmarkt belasten und zu höheren Kosten und weniger Auswahl für das Publikum führen. Die Fusion von Warner und Paramount-Skydance würde auch bedeuten, dass die beiden Streamingplattformen Paramount+ und HBO Max vereinen. Die beiden Medienunternehmen haben nicht sofort auf Bitten von mehreren Medien um eine Stellungnahme reagiert.
Nachdem der Streamingdienst Netflix aus dem Bieterstreit um das Film- und Streaminggeschäft von Warner Bros. Discovery ausgestiegen war, hat Paramount-Skydance Ende Februar den Zuschlag für die komplette Übernahme des Konzerns bekommen. Doch die Zustimmung der Aktionäre sowie der Behörden steht noch aus.
Paramount-Skydance-Chef David Ellison hat versprochen, beide Filmstudios separat weiterzubetreiben und mit beiden gemeinsam 30 Filme im Jahr auf den Markt zu bringen. Ellison ist ein Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Und da machen sich die Unterzeichner Sorgen um die Vielfalt und Unabhängigkeit der Filmbranche.
Quelle: ZDF, dpa, AP, Reuters



