Wer in den Kölner Dom will, muss ab Juli 12 Euro im Monat bezahlen. Das müssen Besucher für „touristische Besichtigungen“ bezahlen.
Mit diesem Preis soll der Schutz des Denkmals gedeckt werden, wie das Domkapitel mitteilte. Unter anderem für Gottesdienstbesucher bleibt der Zugang zum Dom kostenfrei. Auch Kinder bis 13 Jahre sowie Menschen mit schweren Behinderungen und ihre Begleitpersonen müssen nichts bezahlen. Es gibt zudem eine ermäßigte Gebühr von sechs Euro. Dies gilt für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, Auszubildende oder Studierende.
Die Verantwortlichen des Kölner Doms hatten diesen Schritt im März schon angekündigt und mit finanziellen Engpässen begründet. Denn der Kölner Dom gibt mehr Geld aus, als er einnimmt. „Der Dom kostet Geld, der Dom braucht viel Geld“, sagte Domrendant Clemens van de Ven. Das Unesco-Weltkulturerbe koste pro Tag 44.000 Euro. „Da ist natürlich auch der Eintrittspreis von 12 Euro mehr als willkommen.“
Insgesamt besuchen jedes Jahr sechs Millionen Menschen den Dom. Es bestehe wohl keine Gefahr, dass durch diese Gebühr die Zahl der Besucher merklich abnehmen werde, hieß es. Wer nach Köln komme, wolle in der Regel den Dom sehen, sagte Dompropst Guido Assmann.
Organisiert wird das neue System über verschiedene Eingänge zum Dom: Wer nur beten will oder eine Kerze anzünden will, soll künftig den Nordeingang nutzen. Die Domverantwortlichen schlossen nicht aus, dass sich auch einzelne Touristen über diesen Eingang dann „schummeln“ werden. Das kann man nicht ganz verhindern.
Quelle: WDR, AFP



