Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) wird heute bis 1:30 Uhr bestreikt. Die Gewerkschaft Verdi hatte vorher alle Mitarbeiter an den Hamburger Standorten des NDR aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. So will man die eigenen Tarifforderungen gegenüber der ARD-Anstalt durchsetzen.

So fordert Verdi für Auszubildende und Volontäre eine Erhöhung der Vergütung um mindestens 200 Euro im Monat. Außerdem sollen diese nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung in ein unbefristetes Vollzeit-Arbeitsverhältnis übernommen werden. Zudem will die Gewerkschaft auch, dass der NDR diverse weitere Kosten für Azubis übernimmt. Dazu gehören auch das Deutschlandticket oder der Führerschein.

Für Festangestellte fordert Verdi sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro im Monat. Eine Anhebung um sieben Prozent fordert man auch für die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu kommt noch die Anhebung der Tageslimits für limitierte freie Mitarbeiter von 60 auf 80 Tage. Die Laufzeit soll nach dem Willen der Gewerkschaft 12 Monate betragen.

Doch der NDR bietet nach Angaben der Verdi nur eine Gehalts- und Honorarerhöhung von 1,23 Prozent ab dem 1. Juli. Ein weiteres Plus von einem Prozent soll es zum 1. Juli 2027 und am 1. April 2028 geben. Das sieht die Gewerkschaft zu wenig. Der NDR erklärte gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd), dass das eigene Angebot „für wirtschaftliche Vernunft und garantierte Sicherheit“ stehe Weiter heißt es: „Vor dem Hintergrund der sehr schwierigen Rahmenbedingungen“ sei es „solide finanziert„. Die ARD-Anstalt sehe sich verpflichtet, mit dem Geld der Beitragszahler verantwortungsbewusst umzugehen.

Ob es durch den Streik zu Beeinträchtigungen des Programms beim NDR komme, ist bisher nicht bekannt.

Quelle: DWDL

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Waldemar
Chef von Derchotv | Newsjunkie, Gamer, politisch Interessiert, Mensch, Freund und ein Wadi