US-Präsident Donald Trump ist mit seiner Klage gegen das Wall Street Journal gescheitert. Ein US-Bezirksgericht hat die Verleumdungsklage des Rechtspopulisten gegen die Zeitung abgewiesen. Die Zeitung hatte im Juli 2025 ein angebliches Schreiben zum Geburtstag an den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffery Epstein veröffentlicht, das Trumps Unterschrift trägt. Dagegen hatte der US-Präsident geklagt.
Das Gericht entschied nun, dass Trump nicht plausibel darlegen könnte, dass das Wall Street Journal in „böswilliger Absicht“ gehandelt habe. Zudem habe die Klage bestimmte Kriterien „bei Weitem nicht erfüllt„, sagte der Richter. Bis Ende dieses Monats hat der Rechtspopulist nun Zeit, um eine neue Klageschrift einzureichen. Das habe Trump auch vor, sagte einer seiner Anwälte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Trump werde weiterhin „diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die mit Fake News handeln, um das amerikanische Volk in die Irre zu führen„.
Mit dem Bericht über das angebliche Glückwunschschreiben zum 50. Geburtstag des verurteilten Sexualstraftäters Jeffery Epstein hatte das Wall Street Journal eine weitere Verbindung zwischen Trump und Epstein hergestellt. Der von der Zeitung veröffentlichte Gruß zeigte die Umrisse eines Frauenkörpers mit Brüsten. Darauf geschrieben stand da: „Happy Birthday – und möge jeder neue Tag ein wunderbares Geheimnis sein.“ Trump bestreitet, Urheber gewesen zu sein. Er verlangte in der gescheiterten Klage 10 Milliarden US-Dollar Entschädigung.
Quelle: ARD



