Bei schweren Überflutungen und Erdrutschen sind in Südkorea mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Zehn weitere Menschen werden noch vermisst, wie das Innenministerium in Seoul mitteilte. Die Vermissten seien in vielen Fällen von Erdrutschen begraben worden oder sind in einem überfluteten Stausee gestürzt.

Die meisten Toten wurden aus der Provinz Nord-Gyeongsang gemeldet. Dort kamen 17 Menschen ums Leben. In den am heftigsten betroffenen Gegenden wurden „ganze Häuser weggefegt“, sagte eine Rettungskraft zu der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap.

Südkorea steckt in mitten der Monsunzeit. Für gewöhnlich ist das asiatische Land gut darauf vorbereitet und die Zahl der Toten ist eigentlich gering. Doch nun hat es vier Tage lang heftig geregnet, die dazu führten, dass die Staudämme zum Überlaufen brachten. Im zentral gelegenen Landkreis Goesan wurden dem Innenministerium zufolge 6.400 Einwohner aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Zuvor ist der nahegelegene Staudamm Goesan wegen der Niederschläge übergelaufen und hatte niedrig gelegene Orte im Umkreis überschwemmt.

Der koreanische Wetterdienst warnte weiterhin vor Starkregen und sagte weitere Niederschläge bis zum kommenden Mittwoch (19.07.) hinaus. Die Wetterbedingungen würden eine „schwerwiegendeGefahr darstellen, warnte der Wetterdienst.

Im letzten Jahr hatte Südkorea schon mit Starkregen und Überschwemmungen zu kämpfen. Damals kamen elf Menschen ums Leben. Die Regierung erklärte damals, dass es die heftigsten Regenfälle seit Beginn der Wetteraufzeichnung vor 115 Jahren gewesen sind. Sie führte das Wetterextrem auf den Klimawandel zurück.

Quelle: ZDFheute