Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland haben ihre Erwartungen für die Wirtschaftsentwicklung im Land noch einmal deutlich nach unten korrigiert. In ihrer Gemeinschaftsdiagnose, die sie heute präsentiert haben, prognostizieren die Konjunkturforscher nur noch ein Wachstum von 0,5 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung. Im Frühjahr waren es noch 0,9 Prozent.

Der Hauptgrund für die schwächere Entwicklung ist die Abkühlung der Weltwirtschaft. Die Nachfrage nach Exportgütern aus Deutschland sinke. Außerdem bremst auch die politische Unsicherheit zwischen China und den USA im Wirtschaftskrieg, der Brexit und den Wandel in der Automobilindustrie. „Dass die Wirtschaft überhaupt noch expandiert, ist vor allem auf die anhaltende Kauflaune der privaten Haushalte zurückzuführen, die von den guten Lohnabschlüssen, Steuererleichterungen und Ausweiterungen staatlicher Transfers gestützt wird“, sagte Claus Michelsen, Leiter der Abteilung Konjunkturpolitik des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Auch für das kommende Jahr senkten die Forscher ihre Prognose von 1,8 auf nun 1,1 Prozent.

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