Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat angekündigt, dass der Box-Weltverband Aiba wegen „dunkler Machenschaften, Missmanagement und Wettkampfmanipulation“ von den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio ausgeschlossen. Dieser einmalige Beschluss wurde auf der IOC-Session am Mittwoch in Lausanne einstimmig verabschiedet.

Nach der Suspendierung bleibt auch die Zukunft des Verbands offen. „Ich hoffe, sie finden einen Ausweg aus der Krise“, sagte der Chef der IOC-Untersuchungskommission und Ringer-Weltpräsident Nenad Lalovic. Die Aiba müsse bereit sein, sich nach den Spielen in Tokio um ihren Sport zu kümmern, Reformen und schnelle Veränderungen gefordert. „Haben sie keinen Erfolg, wird ihre Zukunft nicht rosig ausfallen“, sagte Lalovic.

Die Krise der Aiba wurde durch die Wahl von Gafur Rachimow zum Präsidenten ausgelöst. Das amerikanische Finanzministerium bezeichnete ihn als „einer der führenden Verbrecher Usbekistans“. Aber auch sein Vorgänger Ching-Kuo Wu hatte eine bessere Figur machen können. Ende 2017 wurde er zum Rücktritt gezwungen. Danach sperrte ihn die Aiba auf Lebenszeit. Dem Funktionär aus Taiwan wurde vorgeworfen große Schulden angehäuft zu haben. Die Aiba hat ein Minus von rund 29 Millionen Schweizer Franken.

Mit 203 Mitgliederverbänden ist die Aiba der drittgrößte Sportverband der Welt.

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