In einer nicht öffentlichen Sondersitzung des Innenausschusses erklärte Generalbundesanwalt Peter Frank, dass der Tatverdächtige gestern Abend im Mordfall Walter Lübcke ein Geständnis abgelegt habe. Das berichtet das ZDF. Es heißt weiter, dass dies nun im Vordergrund einer Sondersitzung stehen werde. Die Frage stellt sich auch noch, ob er wirklich ein Einzeltäter war oder mögliche Netzwerke dahinterstehen.

Eine weitere Frage, die gestellt wird, ist die, wieso die Sicherheitsbehörden diesen Mann nicht mehr auf dem Schirm hatten? Der letzte Eintrag von ihm in einem System des Verfassungsschutzes war im Jahr 2009. Zu dieser Frage habe der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen in einem Interview mit dem ZDF vor kurzem gesagt, dass man nichts verschlafen habe.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat das Geständnis des Tatverdächtigen bestätigt. Die Aufklärung des „politischen Mordes“ sei aber noch nicht abgeschlossen, sagte er.

Anfang Juni wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke mit einem Schuss am Kopf getötet. In der Vergangenheit wurde er wegen seiner Haltung zur Flüchtlingspolitik bedroht. Er hatte sich auf einer Informationsveranstaltung im Jahr 2015 gegen Schmährufe gewehrt und gesagt, wer gewisse Werte des Zusammenlebens nicht teile, könne das Land verlassen. Der Tatverdächtige wurde am letzten Wochenende festgenommen. Er ist mehrfach vorbestraft und hatte zumindest in der Vergangenheit Kontakte zur rechtsextremen Szene.

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