Im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung hat Hamburg eine Initative zur Legalisierung des sogenannten „Containern“ gestartet. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ und das „Pinneberger Tageblatt“ berichteten, hat Hamburgs Justizsenator Till Steffen einen entsprechenden Antrag für die Konferenz der Justizminister, was nächste Woche stattfinden wird, vorbereitet. Das Mitnehmen von weggeworfenen Lebensmittel aus Abfallbehältern soll damit straffrei werden.

Bisher galt dies immer als Diebstahl, wenn jemand Nahrungsmittel aus Müllcontainern holt, die Supermärkte und Fabriken wegen abgelaufener Mindesthaltbarkeitsdauer oder Druckstellen weggeworfen haben. Die Justizbehörde in der Hansestadt will das „Containern“ nun zulassen. Es könne nicht sein, dass hierzulande tonnenweise noch genießbare Lebensmittel weggeworfen werden, andererseits aber diejenige bestraft würden, die gegen Lebensmittelverschwendung aktiv sind, heiß es laut den Bereichen aus der Behörde.

Das „Containern“ betreiben sowohl Obdachlose als auch Aktivisten, die damit gegen Auswüchse der Überflüssiggesellschaft protestieren. Hamburg möchte, dass der Bund eine Neuregelung dieser Eigentumsaufgabe im Falle von Lebensmitteln prüft.

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