Wegen dem Skandal um die Kriminalstatistik zu den von Flüchtlingen verübten Straftaten in den Niederlanden muss der Einwanderungsminister des Landes, Mark Harbers gehen. Er blieb angesichts der scharfen Kritik an dem Bericht aus seinem Haus nicht anderes übrig als zurückzutreten.

Denn die offizielle Kriminalstatistik seines Ministeriums hatte Aufsehen ausgelöst, weil in der Statistik vergleichsweise harmlose Delikte von Asylsuchenden, wie zum Beispiel Ladendiebstahl in einer eigenen Spalte ausgewiesen wurden. Schwere Verbrechen wie sexuelle Übergriffe, Mord oder Totschlag wurden dagegen in einer Sammelkategorie unter der Überschrift „Andere“ ohne Aufschlüsselung nach einzelnen Tatbeständen zusammengefasst. Eine solche Darstellung zeichnete ein verzerrtes Bild der Lage, argumentierten die Kritiker.

Die Opposition warf Harbers vor, er habe anscheinend mit voller Absicht versucht, das Interesse der Öffentlichkeit an den Zahlen klein zuhalten. Erst durch einen Bericht der Zeitung „De Telegraaf“ wurde diese fragwürdige Zusammenstellung dieser Daten aufgedeckt.

Für die Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte ist dieser Rücktritt vor der Europawahl ein schwerer Schlag. In den Niederlanden könnten die Rechtspopulisten, nach jüngsten Umfragen zufolge, mit deutlichen Zugewinnen rechnen. Am Donnerstag wählen die Niederländer schon das neue EU-Parlament. Die Wahllokale sind schon um 7 Uhr geöffnet.

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