Labour fordert nun ein zweites Brexit-Referendum. Das teilte die Oppositionspartei im britischen Parlament am Montagabend auf ihrer Webseite mitgeteilt. Vorher will man versuchen, die Regierung von ihren eigenen Plänen zu überzeugen.

Mit dem Schritt solle ein „schädlicher Tory-Brexit auf der Grundlage von Theresa Mays mehrheitlich abgelehntem Deal“ verhindert werden, wurde Labour-Chef Jeremy Corbyn in der Mitteilung zitiert. Seine Partei werde einem entsprechenden Antrag entweder selbst vorlegen oder mittragen, so Corbyn.

Am Mittwoch wolle die Partei bei der anstehenden Abstimmung über die weiteren Schritte beim Brexit jedoch zunächst versuchen, die Regierung auf die Labour-Forderung einzuschwören, betonte der Parteichef in seiner Mitteilung zufolge. Außerdem werde die Partei einen Vorstoß unterstützen, der May zum Verschieben des EU-Austritts zwingen soll, sollte es Mitte März kein Austrittsabkommen geben. So soll ein ungeregelter Austritt aus der Europäischen Union abgewendet werden.

Bislang hat sich Corby vermieden sich auf ein zweites Referendum festzulegen. Ausgeschlossen hatte er es nie, doch er wollte immer Neuwahlen, bei denen er sich einen Sieg über die konservative Regierung erhoffte. In der Labour-Partei ist die Forderung nach einem neuen Referendum populär.

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