In seiner ersten Weihnachtsansprache hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angesichts wegen der lang andauernden Regierungsbildung um Vertrauen in den Staat geworben. „Ich versichere ihnen: Der Staat handelt nach den Regeln, die unsere Verfassung für eine Situation wie diese ausdrücklich vorsieht, auch wenn solche Regeln in den letzten Jahrzehnten nie gebraucht wurden“, sagte er in seiner ersten Weihnachtsansprache, die morgen in der ARD und im ZDF zu sehen sein wird.

Steinmeier blickte in seiner Ansprache auf die ersten Monate als Bundespräsident zurück. Er sei viel in Deutschland unterwegs gewesen und habe dabei auch Orte kennengelernt, in denen es keine Tankstelle oder kein Lebensmittelgeschäft mehr gebe. „Solche Orte gibt es zu viele, im Osten wie im Westen unseres Landes“, sagte er. Für die dort Gebliebenen sei das Leben zu schwer geworden. „Und ich kann verstehen, dass die Menschen dort unzufrieden sind, sich sogar abgehängt fühlen.“ Er ermunterte die Betroffenen jedoch, ihre Orte nicht aufzugeben.

Steinmeier forderte die Bürger zum Engagement für die Gesellschaft auf. „Wir können im Großen wie im Kleinen Ohnmacht und Entfremdung überwinden, wenn wir gemeinsam etwas tun, wenn wir nicht nur nach Verantwortung anderer schauen, sondern auch die eigene Erkennen“, sagte er. „Verantwortung übernehmen, auch für andere, wie Millionen Freiwillige es in Deutschland tun, gibt uns auch das Gefühl zu sein in diesem Land.“

Seinen Weihnachtsgruß richtete der Bundespräsident ausdrücklich an die Menschen in Deutschland, die nicht mit der christlichen Tradition aufgewachsen seien, die einer anderen oder gar keiner Religion angehören. „An alle, die heute in unserem Land den besonderen Moment dieses Festes erleben. Lassen Sie uns aufeinander Acht geben“, sagte Steinmeier.

Die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten gibt es morgen Abend um 19:08 Uhr im ZDF und um 20:10 Uhr in der ARD im Fernsehen zu sehen!

Quelle: n-tv.de

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