Paramount-Skydance darf Warner Bros. Discovery (WBD) übernehmen. Das Unternehmen, dem unter anderem die Sender CBS und MTV gehören, hat sich in der rechtlichen Auseinandersetzung mit den 12 US-Bundesstaaten geeinigt, die eine Übernahme von WBD verhindern wollten. Auch der Streit mit der Autorengewerkschaft soll beigelegt worden sein, heißt es. Damit hat Paramount-Skydance die letzte Hürde genommen und das auch zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt.

Wäre die Übernahme nicht vor Oktober durchgeführt worden, dann hätte man dann jeden Tag eine Milliardenzahlung tätigen müssen. Denn der Prozess um das Kartellverfahren wäre erst im Frühjahr 2027 gewesen.

Die Einigung sieht unter anderem vor, dass der neue Mega-Konzern eine gewisse Anzahl an Kinofilmen pro Jahr veröffentlichen muss und mehr Produktionen in den USA ausgeben soll. Es sollen 300 Millionen Dollar mehr sein als noch 2025. Das gilt für einen Zeitraum von fünf Jahren. Zudem sollen CNN und CBS News besondere Aufsichtsgremien bekommen und die Vermarktung der Kabelsender muss mehrere Jahre getrennt erfolgen. Kommt Paramount-Skydance diesen Forderungen nicht nach, drohen hohe Strafen.

Zudem sieht die Einigung vor, dass das Studiogelände von Paramount-Skydance bzw. Warner Bros. Discovery in Kalifornien nicht verkauft oder geschlossen werden darf. David Ellison, der CEO von Paramount-Skydance, zeigte sich gegenüber Medien versöhnlich und erklärte auch, dass das Unternehmen Kalifornien nicht verlassen werde. „Wir gehen nirgendwohin. Hier liegt unsere Geschichte, und hier wird unsere Zukunft gestaltet„, sagte er. Ellison drohte vorher den Bundesstaaten damit, dass man umziehen werde, was besonders den Druck auf kalifornischen Generalstaatsanwalt Rob Bonta erhöht hätte.

Paramount-Skydance peilt die endgültige Übernahme von WBD für Anfang Oktober an. Aber der ausgehandelte Deal muss noch durch die zuständigen Gerichte und das dürfte sich um eine Formalie handeln.

Zuletzt hatten sich nur noch vier US-Bundesstaaten gegen die geplante Übernahme gestellt. Sie hatten dann aber ihren Widerstand aufgegeben, nachdem sich Paramount-Skydance mit dem Bundesstaat Kalifornien einig war. „Wir haben die kartellrechtliche Einigung erzielt, die wir uns gewünscht haben„, sagte Rob Bonta. „Sehr strenge Abhilfemaßnahmen und Verpflichtungen, um die von uns vorgebrachten Bedenken auszuräumen.“ Das US-Justizministerium hatte die Übernahme schon vor einiger Zeit genehmigt, ohne weitere Auflagen zu erteilen. Das war keine Überraschung, denn die Ellision-Familie sind Unterstützer der Trump-Regierung.

Aber nicht alle zeigten sich zufrieden mit dem Deal. William Tong, Generalsstaatsanwalt im US-Bundesstaat Connecticut, äußerte sich besorgt darüber, dass es keinen Deal für einen Verkauf von CBS und CNN gegeben habe. Seiner Meinung nach sei dies notwendig, um „ethischen und unabhängigen Journalismus“ sicherzustellen, sagte er. Auch die Autorengewerkschaft WGA erklärte, dass die Einigung „bei weitem nicht ausreichen würde, um Autoren angemessen zu schützen„, sie jedoch die Kosten für die Fortsetzung der Klage ohne die Unterstützung durch die Bundesstaaten nicht tragen könnte.

Quelle: DWDL

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Waldemar
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