Nach den gegenseitigen Angriffen der USA und Irans auf Tanker ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus auf den niedrigsten Stand seit Mai eingebrochen. In den letzten 10 Tagen passierten im Durchschnitt nur noch 10 Frachtschiffe pro Tag die Meerenge, wie aus Daten des Analyseunternehmens Kpler hervorgeht.
Am vergangenen Samstag (05.09.) durchquerten demnach lediglich zwei Schiffe die wichtige Handelsroute, gestern (06.09.) waren es sechs. Ein Tanker aus Saudi-Arabien habe beim Versuch, die Meerenge zu verlassen, umkehren müssen, zeigten LSEG-Daten.
Medienberichten zufolge will der Iran nahe der Straße von Hormus eine „Sperrzone“ einrichten. In den nächsten Tagen werde „eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus verkündet„, sagte der Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resaei, im iranischen Staatsfernsehen. „Diese Zone beginnt an der Blockadelinie der US-Marine und umfasst Gebiete des Persischen Golfs“, führte er weiter aus. „Jedes Schiff, das in diese neue Zone einfährt, wird auf eine Sanktionsliste gesetzt.„
Im dem seit mehr als sechs Monaten andauernden Iran-Krieg ist die Straße von Hormus Schauplatz zahlreicher Gefechte. Teheran hat die für den Welthandel enorm wichtige Meerenge weitgehend blockiert. Im Gegenzug haben die USA eine Seeblockade iranischer Häfen verhängt.
Quelle: ARD



