Bei dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat es nun neue Details dazu gegeben. So ist wohl die entdeckte Drohne einem Medienbericht zufolge gegen ein ukrainisches Frachtflugzeug geflogen und ist dann auf dessen Tragfläche geprallt. Der mit dem Sprengstoff Semtex bestückte Flugkörper sei aber nicht explodiert, sondern zu Boden gefallen, berichtet die Zeitung „Zeit“ unter Berufung auf Aufnahmen von Überwachungskameras. Spuren an einem Flügel der Antonow-Maschine bestätigten den Ablauf. Zudem ereignete sich der Vorfall schon früher als eigentlich bekannt.

Warum der Sprengsatz nicht zündete, sei unklar. Der Sprengstoff sei nicht an der Drohne selbst vorgefunden worden, sondern in einiger Entfernung. Dieser habe sich möglicherweise beim Aufprall abgelöst. Vorher hieß es, dass die Drohne in der Nacht zum Mittwoch in der Nähe des ukrainischen Transportflugzeugs entdeckt und von einem Mitarbeiter des Flughafens mit einem Fußtritt zum Absturz gebracht worden sei. Videoaufnahmen sollen dem Bericht zufolge zeigen, dass die Drohne schon auf dem Boden lag, als ein Busfahrer aufmerksam wurde, seinen Fuß draufstellte und das Sicherheitspersonal verständigte. Damit würden die bisherigen Darstellungen korrigiert, berichtet die „Zeit“.

Die Bundesanwaltschaft wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. „Die Ermittlungen dauern an„, hieß es von einer Sprecherin. Die oberste Anklagebehörde hatte die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte von einem „hybriden Anschlagszenario“ gesprochen und „fremde Mächte“ als Urheber nicht ausgeschlossen.

Quelle: ntv

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Waldemar
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