Bei einer Schießerei an einer Schule nördlich der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Ein Schüler habe sechs Menschen erschossen und dann sich selbst erschossen, sagte der Sprecher der nationalen Polizei, Oberstleutnant Trirong Phophan. Einer Liste der örtlichen Behörden zufolge wurden mehr als 20 Menschen verletzt, mehrere von ihnen schwer. Bei den meisten handelt es sich um Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren.
Der Vorfall ereignete sich am Freitagmorgen (07.08.) an der Debsirin Nonthaburi School in der Provinz Nonthaburi. Nach Angaben der Sicherheitskräfte soll der mutmaßliche Täter tot in einem Klassenzimmer aufgefunden worden sein. Nach der Tat habe er sich wohl selbst erschossen. In seinen Taschen haben die Ermittler eine große Menge an Munition gefunden.
Den ersten Ermittlungen zufolge besuchte der mutmaßliche Täter die 9. Klasse dieser Schule. Er soll wohl gemobbt worden sein. Andere Schüler hätten ihn regelmäßig verspottet und auch körperlich angegriffen, zitierte die Zeitung „Khasosod“ die Behörden.
In der Wohnung der Familie des Täters wurden derweil zwei weitere Todesopfer gefunden. Berichten zufolge waren dies die Großeltern des Jungen, bei denen er aufgewachsen war. Es heißt, dass er die Großeltern auch erschossen haben soll. Er soll dafür die zuvor gestohlene Waffe seines Opas genutzt haben. Der Vater werde von der Polizei vernommen, heißt es weiter.
Thailands Ministerpräsident Anutin Charnvirakul zeigte sich tief betroffen. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und äußerte sich erschüttert darüber, „dass ein solcher Vorfall in unserem Land passieren konnte„. Politiker in Thailand forderten umgehend, die Waffengesetze im Land zu verschärfen und Bildungseinrichtungen besser zu sichern.
Schon im Februar hatte ein 17-jähriger Junge im Süden von Thailand eine Waffe aus dem Besitz der Polizei gestohlen und an einer öffentlichen Schule das Feuer eröffnet. Bei dem Angriff, bei dem der Täter auch Geiseln nahm, wurde ein Mensch getötet und zwei weitere sind verletzt worden.
Quelle: ZDF, dpa, Reuters, AP



