Die Zeitungsverleger in Deutschland haben Matthias Döpfner wieder zu ihrem Präsidenten gewählt. Das hat der BDZV am Mittwoch (24.11.) mitgeteilt. In einer Präsidiumssitzung hatte sich der Verband mit Kritik zu einer privaten WhatsApp-Nachricht von Döpfner befasst. Döpfner ist auch Chef des Axel Springer Verlags.

Nach einer eingehenden Diskussion, die rund 3 Stunden gedauert haben soll, haben die Präsidiumsmitglieder des Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) die Erläuterungen und Argumente von Döpfner mit großer Mehrheit für einstimmig befunden und seine Bitte und Entschuldigung akzeptiert, heißt es weiter. Es sei unstreitig, dass die Diskussion über angebliche Haltungen und Standpunkte des Präsidenten des Verbands nicht gutgetan hätten, so das Gremium. Die Formulierungen seien unakzeptabel gewesen und das Präsidium bekannte sich einmütig zu unabhängigem Journalismus, Presse und Meinungsfreiheit.

Döpfner hatte in einer Kurnachricht, aus der die „New York Times“ zitiert hatte, den gefeuerten Bild-Chefredakteur Julian Reichelt als letzten und einzigen Journalisten in Deutschland bezeichnet, der noch mutig gegen den „neuen DDR-Obrigkeitsstaat“ aufbegehrte. Fast alle anderen seien zu „Propaganda Assistenten“ geworden. Döpfner hatte das als Ironie eingeordnet und entschuldigte später für diese Nachricht. Von anderen Verlagen kam hingegen Kritik auf.

Quelle: sueddeutsche.de