Weiterhin streitet sich US-Präsident Donald Trump mit dem Nachrichtensender CNN. Er verweigert, dass der Sender von Warner Bros. Discovery ihn bei einer Reise in den Bundesstaat Tennessee begleitet. Eine Begründung für den Anschluss gab es nach Angaben des Fernsehsenders nicht.
CNN wäre an der Reihe gewesen, die Reise als Vertreter des sogenannten TV-Pools zu filmen. Dabei haben sich die großen US-Sender bei der täglichen Berichterstattung über den US‑Präsidenten abgewechselt. Die Pool-Vertreter reisen meist mit dem Präsidenten und haben in der Regel den direkten Zugang zu seinem Auftritt. Für heute (26.09.) wird nun der Internetsender Lindell TV, ein Sender des Trump-freundlichen Kissen-Unternehmers Mike Lindell, als Vertretung des Pools aufgeführt.
Vor gut einer Woche hatte Trump mehreren Medien, darunter CNN und dem Newssender MS NOW (ehemals MSNBC), deren Berichterstattung ihm nicht genehm ist, den Zugang des Weißen Hauses verwehrt. Auch die Springer-Seite Politico ist betroffen. Ein Richter hatte in der vergangenen Woche mit einer einstweiligen Verfügung angeordnet, dass die Medienvertreter wieder den Zugang zum Weißen Haus bekommen.
Aus Solidarität mit den ausgeschlossenen Medien haben sich die vier anderen Sender NBC, ABC, CBS und Fox News angeschlossen, um Trumps Termine nicht mehr zu filmen. Es gab daher weniger Aufnahmen von Trump als sonst. So auch beim Staatsbesuch des chinesischen Machthabers Xi Jinping.
Beobachter sehen Trumps Vorgehen als Angriff auf die Pressefreiheit und als Einschüchterungsversuch an.
Quelle: ARD



