Seit einigen Wochen wird der Name Gerhard Zeiler als möglicher neuer Vorsitzender der österreichischen Sozialdemokraten genannt. Nun steht fest: Der ehemalige RTL-Chef und jetzige Manager bei Warner Bros. Discovery will neuer SPÖ-Chef werden.

In einem Interview mit der „Kronen Zeitung“ sagte er, dass man es „weder anderen noch sich selbst zumuten [könne], nicht klar Stellung zu nehmen„. Er habe sich folgende Frage gestellt: „Bin ich in der Lage, das zu tun? Habe ich die Kraft dazu? Habe ich das Wissen dazu? Habe ich die Erfahrung dazu? Habe ich den notwendigen Mut, auch Dinge zu ändern? Meine Antwort lautet: Ja. Deshalb stehe ich zur Verfügung„, sagte er. Er glaube, dass er die richtige Person sei, um die SPÖ aus dem historischen Tief zu führen. Aktuell liegt die SPÖ bei 15 Prozent und damit deutlich unter ihrem letzten Ergebnis der Nationalratswahl 2024.

Zeiler sagte, dass er aber keinen „Putsch“ plane. Er möchte schon von der Basis der Partei gebeten werden, den Posten zu übernehmen. „Ich habe noch nie in meinem Leben wo gearbeitet, wo ich nicht gewollt bin. Und jetzt muss die SPÖ sagen: ‚Ist Gerhard Zeiler gewollt oder ist er nicht gewollt‘„, sagte Zeiler. Er ihn nicht will, ist sicherlich der amtierende Vorsitzende Andreas Babler selbst, der erst im März für eine dreijährige Amtszeit gewählt wurde. Sollte Babler von sich aus zurücktreten, dann bräuchte es zunächst 10 Prozent der Parteimitglieder, die für eine neue Direktwahl stimmen müssten. Erst dann könnte es zu einer Abstimmung kommen.

Dass er sich für einen Wechsel in die Politik interessiert, liegt wohl daran, dass sein Posten bei Warner Bros. Discovery bald nicht mehr existieren wird. Derzeit verantwortet er das internationale Geschäft des Medienkonzerns. Doch das Unternehmen steht kurz vor der Übernahme von Paramount-Skydance, wo der Streit um die Fusion mit einigen Bundesstaaten in den USA beigelegt wurde. Vorher war Zeiler unter anderem Chef von RTL, sowie dem Mutterkonzern RTL Group, davor Chef des alten Tele 5 (1988–1992) und auch mal Generalsekretär und Generalintendant des ORF.

Quelle: DWDL

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Waldemar
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