Ein DHL-Paketzentrum im mecklenburgischen Leizen ist evakuiert worden, nachdem eine Paketzustellerin Vergiftungssymptome aufgewiesen hatte. Die Polizei ermittelt weiter zu diesem Vorfall. Spezialisten der Feuerwehr klären, um welchen Gefahrstoff es sich handeln könnte. Die Symptome könnten auf Quecksilber deuten, sagte ein Polizeisprecher gestern Abend (22.09.)

Seit gestern Nachmittag waren Polizei und Feuerwehr an dem DHL-Standort im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Einsatz. „Die Ermittlungen zur Ursache und den weiteren Umständen des Vorfalls dauern an„, schrieb die Polizei. Spezialkräfte der Feuerwehr haben Proben eines möglicherweise gefährlichen Stoffs genommen, wie die Polizei Rostock heute (23.09.) mitteilte. Die Proben seien zur Untersuchung in ein Labor nach Hamburg gebracht worden, das mit der Analyse begonnen habe. Bis es ein belastbares Ergebnis gebe, könnten zwei Tage vergeben werden, sagte die Polizei.

Vorher hatte sich eine Zustellerin gestern bei der Polizei gemeldet und über mögliche körperliche Beschwerden beklagt, wie die Polizei von Rostock mitteilte. Über 20 weitere Mitarbeiter seien deswegen gestern Nachmittag schon vorsichtshalber evakuiert worden.

DHL teilte mit, die Sicherheit und das Wohlergehen der Mitarbeiter hätten höchste Priorität. „Erfreulicherweise sind alle Mitarbeitenden wohlauf. Der reguläre Post- sowie Paketversand in der Region sind nicht beeinträchtigt. Wir unterstützen die laufenden Untersuchungen der zuständigen Behörden„, sagte ein Sprecher der DHL. An Spekulationen wolle man sich nicht beteiligen.

Welche Symptome die Paketzustellerin hatte, konnte ein Polizeisprecher nicht sagen. Nach ihren Angaben könnten die Beschwerden im Zusammenhang mit einer Flüssigkeit stehen, mit der sie am vergangenen Freitag (18.09.) bei ihrer Tätigkeit als Zustellerin in Kontakt gekommen sein soll. Die Paketzustellerin wurde vorsorglich in einem Krankenhaus untersucht, konnte dieses aber inzwischen wieder verlassen.

Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Raumtemperatur flüssig ist. Es kann bei einer Belastung über längere Zeit zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Zum Beispiel könnten das Einatmen von Quecksilberdämpfen das Gehirn, die Lunge, Nieren und das Immunsystem dauerhaft beschädigen.

Quelle: ZDF, dpa, AFP

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Waldemar
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