In der Nähe von einem Umspannwerk in Dormagen-Gohr hat es einen weiteren Sabotageversuch gegeben. Erst war von „sensiblen Gegenständen die Rede. Aber inzwischen ist klar: Auch hier sind Abschussvorrichtungen ausgebaut worden, um möglicherweise das Stromnetz angreifen sollten.
An einem Feldrand, einige hundert Meter von dem Umspannwerk entfernt, wurden die Abschussrampen von Spaziergängern am frühen Donnerstagabend (03.09.) entdeckt. Sie waren direkt unter einer Hochspannungsleitung positioniert worden. Diese sollte offensichtlich getroffen werden.
Derzeit sind Mitarbeiter des Netzbetreibers Amprion vor Ort und machen sich ein Bild von der Lage. Sie überprüfen die Leitungen mit mehreren Drohnen aus der Luft auf mögliche Schäden. Die soll es laut Angaben der Polizei nicht gegeben haben.
Medienberichten zufolge läuft auch ein Großeinsatz am Umspannwerk Ganderkesee in Niedersachsen. Polizeikräfte untersuchen dort das Gelände. Auch ein Hubschrauber der Polizei ist im Einsatz. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach Angaben der Polizei aber ausdrücklich nicht. Im Laufe des Tages soll es weitere Details zu diesem Vorfall geben.
Die Polizei fahndet im Hinblick auf den Sabotageversuch in Dormagen nach einem Mann im Raum Gevelsberg, im Ennepe-Ruhr-Kreis, der ein Bekennerschreiben verschickt hat. Darin benennt er weitere mögliche Tatorte. Das Schreiben legt die Kölner Polizei vor. Deshalb soll nun auch an einem Umspannwerk in Weisweiler nach Abschussvorrichtungen oder anderen verdächtigen Gegenständen gesucht werden.
Nach Angaben der Polizei war das Bekennerschreiben in der Nacht aufgetaucht. Der Verfasser will demnach mit seiner Aktion gegen die fossile Energieindustrie vorgehen. Unter dem Brief soll auch ein Name stehen. Nach diesem Mann wird gefahndet. Die Polizei prüft, ob das Schreiben echt ist.
Quelle: WDR, Kreiszeitung, dpa,



