In Nepal sind bei einer heftigen Sturzflut Behördenangaben zufolge mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 291 Menschen, die in der Grenzregion zu Tibet unterwegs waren, werden vermisst. Darunter auch 105 indische Staatsbürger. Zudem werden auch acht Südkoreaner, die bei einem Wasserkraftwerk im betroffenen Gebiet arbeiten, vermisst, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische Außenministerium.
Die Sturzflut in Nepal hat massive Auswirkungen nach sich gezogen. So wurden ganze Dörfer weggespült, Straßen, Brücken und Kraftwerke seien nach Behördenangaben beschädigt. Wie mehrere nepalesische Medien berichten, sind vor allem Orte entlang des Flusses Bhotekoshi betroffen, der im tibetischen Hochland entspringt und bis in die Provinz Bagmati in Nepal führt.
Die Ursache der Sturzflut ist aktuell noch unklar. Es wurde aber nicht ausgeschlossen, dass ein Gletscherseeausbruch zu der Sturzflut geführt hat. Bei einem Gletscherseeausbruch entleert sich ein solcher Gletschersee in Form von Flutwellen. Die nepalesischen Behörden haben für die Gebiete flussabwärts eine Katastrophenwarnung herausgegeben, Premierminister Balendra Shah kündigte die Unterstützung der Armee bei den Rettungsmaßnahmen an.
Quelle: tagesschau



