Nach der UEFA hat auch die CONCACAF mitgeteilt, dass man die umstritteneren Investorenpläne der FIFA zur Fußball-WM ablehnen werde.
„Die Diskussion unterstrich die Notwendigkeit von mehr Transparenz und einer ordnungsgemäßen Führung. Aus diesen Gründen haben die CONCACAF und ihre 41 Mitgliedsverbände den Vorschlag abgelehnt„, hieß es in einem Statement des Verbands des Kontinentalverbands. Damit lehnen schon 96 Mitglieder der FIFA, 55 aus Europa und 41 aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik, den Vorschlag ab. Es fehlen damit noch 10 Stimmen, um diese Pläne platzen zu lassen.
Die Mitglieder der FIFA, zu denen auch der letzte WM-Gastgeber USA, Kanada und Mexiko gehören, äußerten „erhebliche Bedenken hinsichtlich des Fehlens eines ordnungsgemäßen Entscheidungsverfahrens im Zusammenhang mit diesem Vorschlag„. Es werden auch die künstlich kurz gesetzte Frist kritisiert, sowie die Tatsache, dass weder die zuständigen FIFA-Gremien den Vorschlag geprüft noch genehmigt hatten. Die Frist endet am 19. September.
Die Verbände zweifelten an der Notwendigkeit der Anteilsverkäufe, „insbesondere nach der finanziell erfolgreichsten FIFA-Weltmeisterschaft der Geschichte„, heißt es weiter.
Die Konföderation beauftragte zugleich in der Stellungnahme „ihre Mitglieder im FIFA-Rat, mit der FIFA in Kontakt zu treten, um zu klären, wie die bestehenden umfangreichen FIFA-Reserven genutzt werden könnten, um die Mittel aus dem Programm ‚FIFA Forward‘ für die Fußballentwicklung in unserer Region aufzustocken.„
Außerdem sollen sie FIFA-Präsident Gianni Infantino anweisen, dass alle Angelegenheiten gemäß der FIFA-Statuten über die Mitarbeiter und den entsprechenden Rat ordnungsgemäß ablaufen. Trotz der klaren Haltung drohte der Nationalverband anders als die UEFA aber keinen Boykott der FIFA-Wettbewerbe an.
Quelle: Kicker



