Im Berliner Abgeordnetenhaus werden fast zwei Wochen nach der Wahl die Stühle nochmal gerückt. Denn die Wahlleitung hat das Ergebnis der Wahl vom 20. September korrigiert. Wie der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf den Landeswahlleiter Stephan Bröchler berichtet, hat im Wahlkreis 1 in Berlin-Spandau nicht die CDU-Kandidatin Bettina Meißner gewonnen, sondern der Kandidat der AfD, Tommy Tabor. Damit werden sich auch die Mehrheitsverhältnisse im Abgeordnetenhaus der deutschen Hauptstadt ändern.

Laut des vorläufigen Endergebnisses hatte die CDU-Kandidatin den Wahlkreis und damit das Direktmandat mit 80 Stimmen Vorsprung vor dem Kandidaten der AfD gewonnen. Bei der Nachzählung setzte sich aber nun der AfD-Kandidat mit 34 Stimmen Vorsprung durch. Er gewann den Wahlkreis mit 5.184 zu 5.150 Stimmen.

Dem Bericht zufolge wurde der Wahlkreis neu ausgezählt, weil das Ergebnis der Niederschrift nicht mit dem Ergebnis übereinstimmte, was am Wahlabend telefonisch übermittelt wurde. Wie der RBB berichtet, wurde das Ergebnis korrekt ausgezählt, aber telefonisch falsch übermittelt.

Der AfD-Kandidat Tabor wäre auch ohne das Direktmandat ins Abgeordnetenhaus gekommen, weil er durch die Landesliste der Partei abgesichert war. Unklar ist aber, ob CDU-Kandidatin Meißner jetzt ohne Direktmandat dem neuen Abgeordnetenhause angehören wird. Sie befindet sich auf dem dritten Platz der CDU-Bezirksliste für die Wahl.

Klar ist aber, dass das geänderte Direktmandat Folgen für die Ausgleichs- und Überhangmandate haben wird. Deswegen wird das neue Abgeordnetenhaus nicht 158 Abgeordnete haben, sondern nur 153. Fünf Abgeordnete, die davon ausgegangen sind, dass sie dabei sind, verlieren nun ihren Sitz, berichtet der RBB unter Berufung auf Landeswahlleiter Bröchler. Welche Abgeordneten das sind, wird noch berechnet. Das landesweite Wahlergebnis wird der Landeswahlleiter am 12. Oktober bekanntgeben.

Quelle: ntv, Tagesspiegel, RBB

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Waldemar
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