Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Überschuss ist von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gesunken. Im zweiten Quartal des letzten Jahres lag der noch bei 2,3 Milliarden Euro.
Auch für das Gesamtjahr blickt Europas größter Autobauer vorsichtiger auf die Geschäftsentwicklung. Statt eines Umsatzwachstums von bis zu drei Prozent erwartet Volkswagen nun bestenfalls stabile Erlöse. Im ungünstigsten Fall könnte der Umsatz sogar um bis zu drei Prozent unter dem Vorjahreswert liegen. An der Prognose für die operative Umsatzrendite von 4 bis 5,5 Prozent hält man in Wolfsburg fest.
Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Volkswagen einen Umsatz von 158 Milliarden Euro. Das waren rund 300 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn ist um fast 12 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zurückgegangen. VW-Konzernchef Oliver Blume spricht dennoch vor der Erwartung eines „robusten Ergebnisses über Vorjahresniveau„. Die Umsatzrendite lag bei 3,8 Prozent. Finanzvorstand Arno Antlitz sagte: „Unsere operative Marge liegt mit 3,8 Prozent weiterhin auf einem zu niedrigen Niveau und unterstreicht den Handlungsbedarf.„
Volkswagen wird vor allem durch die Entwicklungen auf dem chinesischen Markt belastet. Die weltweiten Auslieferungen gingen im ersten Halbjahr konzernweit um fast 9 Prozent auf 2,1 Millionen Fahrzeuge zurück. In China sind die Verkäufe um mehr als ein Drittel auf 424.300 Fahrzeuge eingebrochen. Außerhalb von China entwickelte sich der Absatz hingegen besser. „Das Umfeld für die Automobilindustrie bleibt extrem herausfordernd„, sagte Blume. Er nannte unter anderem die Zölle und die geopolitischen Spannungen, aber auch regulatorische Anforderungen und den zunehmenden Wettbewerb belasten das Geschäft von Volkswagen.
Quelle: ARD



