Bei einem Waldbrand im südspanischen Andalusien sind nach bisherigen Angaben mindestens 11 Menschen ums Leben gekommen. Das hat der Gesundheitsminister der Region, Antonio Sanz, mitgeteilt. Vorher hatte der Notdienst der Region Andalusien in der Nacht noch von 12 Toten gesprochen.
Das Feuer war am Donnerstagnachmittag in der rund 300 Kilometer nordöstlich von Málaga gelegenen Gemeinde Los Gallardos in der Provinz Almería ausgebrochen, wie die dortige Regionalregierung mitteilte. Einige Opfer seien in ihren Fahrzeugen von den Flammen eingeschlossen worden und seien so verbrannt, berichtete der Fernsehsender RTVE.
Etwa 10 Menschen sind verletzt worden und einige von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. 19 Menschen werden nach Angaben der Behörden noch vermisst, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Nach Angaben von Sanz sind vier Menschen auf der Flucht in ihrem Auto ums Leben gekommen. Es handele sich vermutlich um Briten, da sich das Lenkrad des Autos auf der rechten Seite befand. Sie hatten wohl ihr Auto zurückgelassen und sind zu Fuß geflüchtet.
Die Ursache des Brands ist wohlmöglich eine abgerissene Stromleitung, die in die komplett trockene Vegetation gefallen ist. Die Rettungskräfte erhielten nach eigenen Angaben „mehr als 150 Anrufe von Bürgern, die den Brand meldeten„. In den ersten Schilderungen „gaben Zeugen an, dass ein herabgefallenes Kabel den Brand ausgelöst habe„. Das Unglück soll sich an einer Fernstraße ereignet haben. Die Flammen hätten sich „rasch auf das Waldgebiet nahe der Straße ausgebreitet„. Bestätigt werden konnte dies aber nicht.
Es wurden vorsorglich mehr als 1.000 Bewohnerinnen und Bewohner in den umliegenden Ortschaften in Sicherheit gebracht. Auch ein Campingplatz, der bisher von den Flammen verschont geblieben war, ist vorsorglich evakuiert worden. In der vergangenen Nacht haben rund 150 Feuerwehrleute versucht, die Flammen einzudämmen.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez brachte auf X, ehemals Twitter, seine „große Trauer und Bestürzung angesichts der schrecklichen Folgen des Brandes“ zum Ausdruck. Der regionale Gesundheitsminister Sanz sprach von einer „beispiellosen Tragödie„. Es sei der Waldbrand „mit den bislang schwersten Folgen“ in Andalusien, sagte er.
Quelle: ARD



