Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS hat angekündigt, vorerst nicht an die Börse zu gehen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktschwankungen werde der Börsengang erst bei Wiederkehr besserer Marktbedingungen fortgesetzt, hieß es. Die Aktionäre hätten dem Unternehmen mitgeteilt, dass sie die Börsenpläne erst wieder aufnehmen wollen, wenn sich das Umfeld für Rüstungsaktien in Europa verbessert habe.

Vorher berichtete die „Financial Times“, dass die Eigentümer Probleme hätten, Investoren von der geplanten Bewertung von mehr als 12 Milliarden Euro zu überzeugen. Die Aktien von KNDS sollten im Rahmen einer Doppelnotierung an den Börsen in Frankfurt und Paris platziert werden, teilte das Unternehmen Ende Juni mit.

Es hätte einer der größten europäischen Börsengänge im Verteidigungssektor der letzten Jahre werden können. Zuletzt war die Rüstungsbranche an der Börse aber unter Druck geraten. So haben die Aktien des Konkurrenten Rheinmetall stark an Wert verloren. Auch die Papiere des seit Jahresbeginn in Amsterdam gelisteten tschechischen Rüstungskonzerns CSG werden weit unter dem Ausgabepreis gehandelt.

Quelle: ARD

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Waldemar
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