Die tödlichen Schüsse gestern (29.06.) in Stade hatten vermutlich einen familiären Hintergrund. Das hat die Polizei gestern Abend bei einer Pressekonferenz mitgeteilt. Der vermeintliche Schütze habe sich in einem Sorgerechtsstreit befunden, sein Kind und auch die Mutter des Kindes hätten in der Einrichtung gelebt.
Den Beamten zufolge sind sechs Menschen bei dem Angriff gestern Mittag umgekommen. Sie waren alle in der Jugendeinrichtung tätig, die voll- und teilbetreute Wohngruppen für junge Mütter und ihre Kinder anbietet.
Bei dem festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich um einen 45-jährigen Deutschen mit türkischen Wurzeln. Der Mann kommt aus dem Raum Hannover. Nach der Tat versuchte er zusammen mit einer Frau in einem Auto zu flüchten, wurde aber von der Polizei gestoppt. Woher er die Tatwaffe hatte, ist unklar.
Die Innenministerin von Niedersachsen, Daniela Behrens (SPD), sprach auf der Pressekonferenz von einer „kaltblütigen“ Tat.
Quelle: NDR



